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Ganztagsgrundschule SteinMalEins
Bautagebuch Teil 2: Das Zusammenwachsen beginnt – 2019 bis 2025 im Rückblick
Was war der Grund für den Entschluss, beide Grundschulstandorte zusammenzulegen?
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2019: Wir sind eine kleine Grundschule mit individuellem, inklusivem Konzept an zwei Standorten – mit zwei Schulleitungsteams, zwei AG-Planungen, zwei Vertretungsplänen, doppelten Raumkapazitäten usw. Diese Doppelstruktur verbraucht viele Ressourcen. Das heißt auch, Teams können bei krankheitsbedingten Ausfällen nicht ausreichend standortübergreifend vertreten. Das Problem wird 2019 immer drängender.
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2020: Schulleitung und Vorstand setzen sich zusammensetzen. Nach langem intensivem Abwägen wird die Vereinigung der beiden Standorte beschlossen, um Qualität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Warum fällt die Entscheidung auf den Standort Lobeda?
- Die Platzkapazitäten am Standort Paradies waren schon immer begrenzter als am Gründungsstandort. Daher wird beschlossen, Lobeda – bestehend aus einem historischen Backsteingebäude mit Gemeinschaftsräumen, dem »Gelben Haus« mit Stammgruppenräumen, einem Schulhof sowie Gartenbereich – baulich zu verändern.
Was bedeutet diese Entscheidung?
- Ein Anbau muss geplant und die Gesamtzahl der Stammgruppen neu gedacht werden. Aus baulichen, finanziellen, pädagogischen und schulorganisatorischen Aspekten heraus wurde eine Reduzierung der gesamten Schulgröße um 2 Stammgruppen beschlossen.
Wir wollten unsere Grundschule zukunftsfähig auch im Hinblick auf die sinkenden Kinderzahlen aufstellen.« (Anke Protze, Vorstandsvorsitzende QuerWege e.V.)
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Ab November 2021 beginnen die Gespräche mit dem Bauordnungsamt zu einem Anbau. Die Pädagog*innen sind eingebunden in den Prozess und bringen ihre fachlichen Wünsche und Bedarfe für die neuen Räume ein.
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2022: Intensive Gespräche, Planungen, Berechnungen und schließlich Bauvoranfrage für einen Anbau im hinteren Teil des Geländes.
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Der nun folgende Prozess des »Stammgruppen-Umbaus« war kniffelig, mehrere Gesamtteamberatungen widmeten sich bis 2023 dem Thema. Infolgedessen gibt es auch Wechsel und Abschied unter den Pädagog*innen.
+ Was hatte in diesem Prozess für das Team die höchste Priorität?
»Der entscheidende Faktor, welche Stammgruppen wie umgebaut bzw. abgebaut wurden, waren die Kinder. Wir wollten ihnen so wenig Wechsel und Umstellung wie nötig zumuten, sondern Stabilität mit gewohnten Pädagog\innen und Mitschüler\innen sicherstellen.« (Dennis Daume, SteinMalEins Pädagoge und Mitglied des erweiterten Schulleitungsteam)
Was passierte noch in dieser Zeit?
- Während dieser Zeit gibt es schulintern viel Bewegung. Im Schuljahr 22/23 wurde ein neues Leitungskonzept entwickelt, mit neuen Verantwortlichkeiten und einer festen – statt bisher rotierenden – Schulleitung.
Die große Bremse:
- Im Februar 2024 muss baulich umgedacht werden. denn eine geplante Grenzbebauung zu einem angrenzenden Grundstück, wird von extern abgelehnt. Der Plan, im hinteren Teil des Grundstücks zu bauen, muss verworfen werden, der Bauantrag aufwändig überarbeitet werden. Vieles beginnt von vorn.
»Planungsfrust sind wir mit positiven Denken, dass sich für alle eine Lösung finden wird, begegnet Und viel Pragmatismus und Gelassenheit bei Rückschlägen.« (Anke Protze)
Was ist schließlich die bauliche Lösung?
- Ein großer Anbau neben dem Backsteinhaus ist der überzeugendste Entwurf – mit geräumigem Sportraum und Speisesaal – und die Umwandlung der Räume im Backsteinhaus in drei Stammgruppenräume. Im Oktober 25 kommt endlich die Baugenehmigung für dieses Konzept!
Was wir trotzdem jetzt schon tun können:
- Im Sommer 25 wird in viel Eigenleistung das Gelbe Haus saniert und umgestaltet. Drei schöne Stammgruppenräume mit Differenzierungsräumen sind bereit, sowie neue Rollos, Elektrik, Sanitäranlagen etc.
Warum hat der Planungsprozess so viel Zeit gekostet?
»Neben der Herausforderung, auf dem Gelände in Lobeda eine geeignete Fläche für den Anbau zu finden, war das Genehmigungsverfahren für den Bau sehr kompliziert vielschrittig. Es mussten u.a. hohe Brandschutzauflagen sichergestellt werden sowie immer wieder neue Gutachten mussten eingeholt werden, bis die Bebaubarkeit behördlich hergestellt war.« (Anke Protze)
Worauf freust du dich am meisten, wenn alle Baumaßnahmen abgeschlossen sind?
»Ich freue mich sehr auf die Turnhalle. Bisher hatten wir nur einen kleinen Bewegungsraum zur Verfügung bzw. mussten für den Sportunterricht ausweichen. Außerdem freue ich mich persönlich auch auf die neuen Kinder und darauf viele Persönlichkeiten kennenlernen dürfen. Das gibt mir in meiner Arbeit generell die meiste Kraft.« (Dennis Daume)
veröffentlicht am 27. Februar 2026